Gelenkerkrankungen Arthrose

Gelenkschmerzen

Chronische Schmerzsyndrome im Überblick


Gelenkschmerzen sind wie auch andere Schmerzen belastend, störend, einschränkend und oft quälend und man ist froh, sie so schnell wie möglich wieder los zu sein. Lässt sich ein konkreter Auslöser für den Schmerz finden, so kann dieser oft behandelt werden und man ist von den Beschwerden befreit. Was ist aber nun, wenn sich diese Ursache für Gelenkschmerzen eben nicht finden lässt? Wenn der Schmerz da ist, aber alle Untersuchungen nichts ergeben? In einem solchen Fall sprechen Mediziner vom chronischen Schmerz. Dieser entsteht, wenn Nerven Schmerzsignale aussenden, die dem vorliegenden Schadensbild nicht angemessen sind. Diese Form der Gelenkschmerzen ist in vieler Hinsicht anders als der klassische, vorübergehende Schmerz: Schmerzmittel sind oft wirkungslos, Schonung bringt kaum Erleichterung und oft treten Schmerz und Psyche im Verlauf der Erkrankung in ein ständiges Wechselspiel, das die Beschwerden weiter verschlimmert.

Chronischer Schmerz

So entsteht chronischer Schmerz

Chronischer Schmerz ist eines der Rätsel der modernen Medizin. Natürlicherweise ist der Schmerz eine nützliche Funktion: Er warnt uns, dass etwas im Argen ist. Die Hand wird sofort von der heißen Herdplatte weggezogen, ein verletztes Gelenk wird instinktiv geschont, damit es heilen kann, ein fieberndes Kind will das Bett nicht verlassen, um die Kraft für den Kampf des Immunsystems gegen den Krankheitserreger aufzusparen. Auf den chronischen Schmerz trifft all dies nicht zu.

Eine Theorie lautet, der Schmerz stamme aus Nervenfasern, die aus unerklärlichen Gründen Impulse an das Rückenmark senden, ohne dass eine Verletzung Anlass dazu gäbe. Diese Spontanaktivität sei also dafür verantwortlich, dass eine gesunde Körperstruktur weh tut. Einige Experten sprechen auch von einem Schmerzgedächtnis: Regionen des Körpers die aufgrund einer Verletzung längere Zeit schmerzhaft waren, können dies auch nach Abheilung der Verletzung bleiben. Hier geht man von einer Sensibilisierung (Senkung der Schwelle, die ein Schmerzsignal auslöst) der Nervenzellen aus. Auch verschiedene andere Theorien haben versucht, das Phänomen zu erklären. In der Frage, was nun der wahre Auslöser ist, wurde das letzte Wort jedoch noch nicht gesprochen.


Symptome eines chronischen Schmerzsyndroms

Die folgenden Symptome wiesen auf ein chronisches Schmerzsyndrom hin:

  • Die Schmerzen dauern bereits länger als 3 Monate an.
  • Es liegt keine begleitende schwere Erkrankung vor.
  • Bisher konnte keinerlei Auslöser der Schmerzen ermittelt werden.
  • Schmerzmittel bekämpfen die Schmerzen nur kurz und/ oder unzureichend.
  • Die Schmerzen belasten Sie psychisch sehr und beeinträchtigen Ihren Alltag.

Arthrose: Der Verlauf der Erkrankung

DDie Arthrose ist eine sich langsam entwickelnde, aber stetig fortschreitende Erkrankung. Wie schnell die Verschlechterung der Symptome vonstattengeht, hängt stark davon ab, ob und wie viele Risikofaktoren für eine Arthrose vorliegen. An diesem Punkt kann man aber erfreulicherweise auch in den Verlauf eingreifen. Der wichtigste Schritt ist hierbei die Normalisierung des Körpergewichts bei bestehendem Übergewicht, welches zur Überbelastung der Gelenke - vor allem Hüft- und Kniegelenk - führt. Kombiniert man diese Maßnahme mit gezielter, schonender Gelenkforderung durch Sport, Physiotherapie oder Gymnastik, so stehen die Chancen gut, dass einem das betroffene Gelenk noch länger gute Dienste leistet und die Beweglichkeit erhalten bleibt.

Icon Diagnose

Diagnose der Erkrankung

Die Diagnose „chronischer Schmerz“ sollte immer erst dann gestellt werden, wenn sicher ist, dass es keine körperliche Ursache der Schmerzen gibt. Dadurch sind vor der Diagnose diverse Tests und Untersuchungsverfahren nötig, um einen behebbaren Auslöser auszuschließen. Neben den Klassikern der Diagnostik wie der Anamnese und körperlicher Untersuchung zählen hierzu Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen, Computertomographie, Magnetresonanztomographie oder Kernspintomographie und klinische Tests.

Allerdings: Ab einem gewissen Alter kann man in jedem Röntgen, CT oder MRT die eine oder andere kleine Auffälligkeit finden. Ob diese aber mit den Beschwerden in Zusammenhang steht, ist eine ganz andere Frage. Besonders wenn diese Befunde invasive Maßnahmen wie Operationen nach sich ziehen, muss vorher genau geprüft werden, ob das Ausmaß der Schmerzen mit der gefunden Schädigung in angemessenem Verhältnis steht.

Behandlung

Medikamentöse Schmerztherapie

Ein wichtiger Pfeiler der Behandlung ist die Einnahme von Schmerzmedikamenten. Am besten etabliert sind hier Medikamente, die in Tablettenform nach einem genauen Zeitplan eingenommen werden können. Welches Medikament für den jeweiligen Betroffenen das richtige ist, wird über das sogenannte WHO-Stufenschema ermittelt. Dieses empfiehlt je nach subjektiv (also von dem Betroffenen selbst) empfundener Stärke der Schmerzen eine Therapie mit einem nicht-opioiden oder bei stärkeren Schmerzen die Kombination von einem nicht-opioiden und einem opioiden Schmerzmedikament. Opioide sind die stärksten bekannten Schmerzmittel und können in ihrer Wirkung noch durch andere Medikamente, sogenannte Koanalgetika, verstärkt werden. Wichtig ist zudem, dass es neben der getakteten Einnahme der Dauermedikation auch ein schnell wirksames Bedarfsschmerzmittel gibt, das bei akuten Schmerzschüben eingesetzt werden kann.

Ziel der Therapie ist die Schmerzfreiheit, nicht ein Level, auf dem die Schmerzen gerade noch erträglich sind. Dieser Ansatz bezieht den Gedanken des Schmerzgedächtnisses mit ein. Eine unzureichende Schmerzstillung verschlechtert die Beschwerden langfristig, sodass eine ausreichende Schmerztherapie essentiell für eine Besserung der Beschwerden ist.

Physikalische Therapie und lokale Maßnahmen

Physikalische Therapie beschreibt den Einsatz von Wärme, Kälte, Elektrizität und Mechanik zu medizinischen Zwecken. Hierzu zählen Massagen, Wärmebehandlungen mit warmen Bädern, Umschlägen, etc. sowie Physiotherapie. Alle Verfahren, die helfen die Schmerzen zu lindern, können bei chronischen Schmerzsyndromen angewendet werden. Bei lokalisierten, also auf einen bestimmten Bereich begrenzten Schmerzen können auch Spritzen mit einem betäubenden Medikament in die betroffene Struktur zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Akupunktur

Die Akupunktur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Hierbei werden Nadeln an festgelegten Punkten in die Haut gestochen, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und gestörte Abläufe zu normalisieren. Gerade in der Schmerzbehandlung hat sich Akupunktur in den letzten Jahren etabliert und kann als Ergänzung zur klassischen Medizin oder bei dem Wunsch, die Dosis an Schmerzmedikamenten zu reduzieren, gute Erfolge erzielen.

Gesprächs- und Psychotherapie

Da es sich bei chronischen Schmerzen um langwierige und oftmals belastende Erkrankungen handelt, muss auch die Behandlung der Psyche einen nicht zu vernachlässigenden Teil der Therapie darstellen. Dabei muss es sich nicht in jedem Fall um die „klassische“ gesprächsorientierte Psychotherapie handeln – auch wenn diese bei Schmerzpatienten durchaus ihren Stellenwert hat. Hilfreich kann neben Gesprächstherapien auch das Erlernen von Entspannungstechniken (autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Biofeedback, Yoga oder andere) sein. Hierbei ist es entscheidend, sich aus dem Schonungsmodus zu befreien, in den der Körper als Reaktion auf den Schmerz oft gerät. Dieser schadet in der Regel sowohl Körper als auch Psyche und hat meist eher negative Effekte auf den Krankheitsverlauf.

Ein relativ neuer und moderner Ansatz in der Medizin ist die starke Förderung der Eigenständigkeit der Patienten. Auch in der Schmerztherapie wird dieses Konzept in Form von Patientenschulungen vielfach angewandt. Hierbei lautet das Ziel, den Betroffenen eine möglichst exakte Kenntnis über ihre Erkrankung, den zu erwartenden Verlauf, positive und negative Einflüsse und die Therapiemöglichkeiten zu geben. „Hilfe zu Selbsthilfe“ – der Satz aus der Entwicklungshilfe trifft auch hier zu: Je genauer man über die eigene Erkrankung Bescheid weiß, desto besser kann man Verlauf und Therapie selbst gestalten und den Arzt bei Bedarf auch mal auf eine neue Möglichkeit/ Therapieoption hinweisen. Ein selbstbewusstes Management der Symptome ist der erste Schritt zur Besserung, so das Motto der Patienteneigenständigkeit.

Alle Inhalte der Seite werden von medizinischen Experten überprüft


Beratende Experten / Autoren:
Autor
Frau Dr. Violetta Horn
Ärztin, Homöopathie- und Pharmakologieexpertin
Autor
Herr Felizian Kühbeck
Arzt, Medizin- und Pharmakologieexperte

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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