Gelenkerkrankungen Rheuma

Arthrose

Die degenerative Gelenkerkrankung im Überblick


Die Arthrose ist eine Erkrankung, die jeden treffen kann und bei steigenden Lebenserwartung auch einen Großteil der Bevölkerung betreffen wird. Laut der GEDA-Studie von 2010 zeigen 50% der Frauen und 33% der Männer ab dem 60. Lebensjahr arthrotische Gelenkveränderungen. Dabei muss der altersbedingte Gelenkumbau nicht zwangsläufig in einer Arthrose münden. Allerdings: Nicht jede Arthrose bereitet Beschwerden. Diese treten in der Regel erst dann auf, wenn das gealterte Gelenk zusätzlichen Risikofaktoren unterliegt, die eine Arthrose begünstigen wie etwa Bewegungsmangel und Übergewicht. Im Folgenden beantworten wir Ihre Fragen: Wie entsteht die Arthrose, welche Symptome weisen auf Arthrose hin, wie verläuft die Arthrose und kann man sich gegebenenfalls vor Arthrose schützen und was tun, wenn die Arthrose dann doch an die Tür klopft?

Wie entsteht Arthrose?

So entsteht Arthrose

So fortschrittlich die Medizin auch ist: Welche Prozesse im Detail eine Arthrose auslösen, ist noch nicht abschließend verstanden. Allerdings konnte durch epidemiologische Studien, also die Analyse von Betroffenengruppen und Vergleichsgruppen, eindeutige Risikofaktoren für die Entstehung einer Arthrose ausgemacht werden.

Das Alter spielt hierbei die Hauptrolle, aber auch Übergewicht, Bewegungsmangel, familiäre Vorbelastung, entzündliche Gelenkerkrankungen und Eingriffe am Gelenk erhöhen das Risiko für eine Arthrose in unterschiedlichem Maße. Zoomt man in das Gelenk hinein, kann man gut beobachten, was während des arthrotischen Umbaus vor sich geht:

Ein junges, gesundes Gelenk ist folgendermaßen aufgebaut: Die beiden Knochen, die das Gelenk bilden, sind jeweils mit einer dicken Knorpelkappe bedeckt. Knorpel ist ein Material, das viel Wasser speichern kann und dadurch als prall-elastischer Stoßdämpfer fungiert. Umschlossen wird das Gelenk von einer Kapsel aus Bindegewebe, welche unter anderem die Gelenkschmiere (Synovia) absondert, die für eine reibungslose Gleitfähigkeit der Knorpel sorgt. Je nach Gelenk können Bänder, Menisken oder Knorpelscheiben die Funktion unterstützen.

Bei einer Arthrose sind zuerst Veränderungen im Gelenkknorpel erkennbar. Die Knorpelkappe wird schmal und es bilden sich feine Risse. Infolgedessen verhärtet sich der Knochen unterhalb des Knorpels, was auch im Röntgenbild sichtbar ist (subchondrale Sklerosierung). Der Rückgang des Knorpels hat zur Folge, dass die Knochen nun stellenweise bloß liegen. Je stärker der Knorpel geschädigt wird, umso größer werden auch die Beschwerden. Die Knochenhaut ist zudem eine der schmerzempfindlichsten Strukturen des Körpers – das kennen Alle, die sich schon einmal das Schienbein angestoßen haben. Dadurch entstehen selbst bei kleinen knorpelfreien Bereichen innerhalb der Gelenkfläche bereits starke Schmerzen durch die bloßliegenden Knochenanteile.


Symptome einer Arthrose

Im Zentrum der Erkrankung stehen Schmerzen, welche Bewegungen immer mühsamer werden lassen und den Alltag stark einschränken können. Man unterscheidet hierbei zwischen einer frühen und einer späten Phase der Arthrose.

Symptome in der Frühphase der Arthrose

  • Anlaufschmerz: die ersten Bewegungen nach längerer Ruhe fallen sehr schwer und sind schmerzhaft (z.B. die ersten Schritte nach längerem Sitzen oder Stehen).
  • Belastungsschmerz: erst bei längerer Beanspruchung des Gelenks (langes Laufen, Tragen schwerer Gegenstände und andere Belastungen der Gelenke) treten Schmerzen auf, diese können auch in andere Bereiche des Körpers ausstrahlen.
  • Endphasenschmerz: der Schmerz tritt bei maximaler Streckung oder Beugung des Gelenks auf.

Symptome in der Frühphase der Arthrose

  • Dauerschmerz: die Schmerzen treten nicht mehr nur bei Belastung, sondern bereits in Ruhe auf.
  • Nachtschmerz: die Schmerzen halten in der Nacht an und verstärken sich zum Teil sogar.
  • Bewegungseinschränkungen.

Im Zuge der Arthrose kann auch eine Entzündung im Gelenk auftreten, man bezeichnet dies als aktivierte Arthrose. Hier kommen zu den Schmerzen und der Funktionseinschränkung weitere Symptome wie Überwärmung, Schwellung und Rötung des Gelenks hinzu.

Arthrose: Der Verlauf der Erkrankung

Die Arthrose ist eine sich langsam entwickelnde, aber stetig fortschreitende Erkrankung. Wie schnell die Verschlechterung der Symptome vonstattengeht, hängt stark davon ab, ob und wie viele Risikofaktoren für eine Arthrose vorliegen. An diesem Punkt kann man aber erfreulicherweise auch in den Verlauf eingreifen. Der wichtigste Schritt ist hierbei die Normalisierung des Körpergewichts bei bestehendem Übergewicht, welches zur Überbelastung der Gelenke - vor allem Hüft- und Kniegelenk - führt. Kombiniert man diese Maßnahme mit gezielter, schonender Gelenkforderung durch Sport, Physiotherapie oder Gymnastik, so stehen die Chancen gut, dass einem das betroffene Gelenk noch länger gute Dienste leistet und die Beweglichkeit erhalten bleibt.

Icon Diagnose

Diagnose der Erkrankung

Wie immer helfen die Anamnese (Erfragung der Symptome, medizinischen Vorgeschichte und mehr) sowie eine körperliche Untersuchung den Arzt bei der Diagnose der Arthrose. Anders als bei den entzündlichen Gelenkerkrankungen zeigen die Blutwerte bei der Arthrose in der Regel keine Auffälligkeiten, sodass in der Regel als nächster Schritt der Diagnosefindung ein Röntgenbild des Gelenks angefertigt wird. Anhand dieses Bildes kann man verschiedene Phänomene beobachten, die dem Mediziner Hinweise auf das Vorhandensein einer Arthrose geben. Klassischerweise werden hier vier Veränderungen benannt, nach denen auch die Einteilung der Schweregrade (Stadien) erfolgt.

Arthrose-typische Veränderungen:


  • Gelenkspaltverschmälerung: Durch die Abnutzung des Gelenkknorpels wird der Abstand zwischen den beiden Knochenenden verkleinert und unregelmäßig.
  • Subchondrale Sklerosierung: Der Knochenbereich unterhalb des Knorpels verdichtet sich durch die zunehmende Gewichtsbelastung, die vom Knorpelgewebe nur noch unzureichend abgefedert wird.
  • Osteophyten (Knochenanbauten): Die am Gelenk beteiligten Knochenstrukturen bilden Nasen, Vorsprünge oder  ähnliche Anbauten aus, um die Gelenkfläche zu verbreitern und dadurch die Instabilität der Gelenkflächen auszugleichen.
  • Geröllzysten: Unter den Gelenkflächen stirbt Knochensubstanz ab, sodass sich einzelne Hohlräume bilden.

Behandlung

Nicht-medikamentöse Therapie

Die wichtigste Maßnahme bei Arthrose ist die Reduktion der Risikofaktoren. Die beiden wichtigsten Stellschrauben sind hierbei das Körpergewicht und die gezielte Forderung der Gelenke. Je weniger Gewicht die Gelenke tragen müssen, umso langsamer nutzt sich die noch vorhandene Knorpelkappe ab und umso weniger Druckschäden entstehen an den Knochenenden. Deshalb ist eine Anpassung der Lebens- und Essgewohnheiten die beste Möglichkeit, um eine beginnende Arthrose in Schach zu halten. Zudem sollten die Gelenke regelmäßig bewegt und benutzt werden. Dadurch werden die Gelenke einerseits über den Aufbau von Muskulatur stabilisiert und andererseits über die Forderung zur Regeneration angeregt. Hierbei sind die Sportart und die Dosis von entscheidender Bedeutung. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmer, Radfahren oder Walken sollten gelenkbelastenden Sportarten wie Joggen, Skifahren oder Tennis vorgezogen werden. Auch die Entlastungsphasen zwischen den Belastungsphasen sind entscheidend. Die sportliche Aktivität sollte regelmäßig, aber nicht zu lange am Stück stattfinden. Welche Intervalle für einen selbst passend sind, muss man am Anfang ausprobieren. Das Wichtigste ist die Wiederholung!

Symptomtherapie

Wärme verschafft bei Arthrose oftmals große Linderung. Egal ob warme Bäder, Umschläge, Wärmflaschen oder wärmende Salben: alles was guttut ist möglich. Pflanzliche und homöopathische Präparate wie GelenkAlbin® können ebenfalls zur Erleichterung der Beschwerden als Langzeittherapie angewandt werden. Auch Schmerzmedikamente können als ergänzende Maßnahme bei Bedarf eingenommen werden. Hier ist jedoch von einer dauerhaften Einnahme aufgrund der Nebenwirkungen abzuraten. Bei anhaltenden, nicht anders zu behandelnden Beschwerden können auch Steroide in das Gelenk eingespritzt werden, um die Symptome zu lindern. Auch diese Therapie ist nur bei akuter Verschlechterung der Beschwerden und nicht dauerhaft anwendbar.

Chirurgische Maßnahmen

Die letzte Möglichkeit der Behandlung einer Arthrose im fortgeschrittenen Stadium ist die operative Therapie. Hierbei gibt es verschiedenen Möglichkeiten, von denen die sog. TEP (Total-Endoprothese) wohl die bekannteste darstellt. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland über 150.000 Hüft-Total-Endoprothese implantiert, dazu noch einmal über 119.000 Knie-TEPs1. Bei dieser Operation wird ein vollständiges neues Gelenk eingebracht. Das heißt, es werden beide Gelenkflächen sowie der Gelenkknorpel durch Kunststoffmaterial und Metall ersetzt. Bei weniger ausgeprägter Schädigung können auch nur Teile das Gelenks ausgetauscht werden (Teilprothesen). Bei Arthrosen kleinere Gelenke ist auch eine Gelenkversteifung (Arthrodese) eine Option.

Alle Inhalte der Seite werden von medizinischen Experten überprüft


Beratende Experten / Autoren:
Autor
Frau Dr. Violetta Horn
Ärztin, Homöopathie- und Pharmakologieexpertin
Autor
Herr Felizian Kühbeck
Arzt, Medizin- und Pharmakologieexperte

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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